Filme machen ohne Geld

Seminar mit Martin Blankemeyer

Filme machen ohne Geld

Seminar mit Martin Blankemeyer

Wenn es für jeden erreichbar wird, ein in technischer Hinsicht professionellen Ansprüchen gerecht werdendes Ergebnis abzuliefern, entsteht mehr Konkurrenz. Umso wichtiger ist daher nun die Beherrschung des Metiers: nicht mehr der Geldbeutel trennt die Spreu vom Weizen, sondern die Sachkunde.

INHALT DES SEMINARS

Die Digitalisierung senkt die Zugangsschwelle zur Filmproduktion – sie kommt einer großen Demokratisierung gleich. Zu dem Preis, zu dem man früher eine Filmkamera für einen Tag gemietet hat, kann man heute eine HDSLR-Kamera kaufen, deren Leistungen der einer Filmkamera kaum nachstehen. Und schon morgen könnte die entsprechende Funktion ohne Aufpreis in jedem Smartphone verbaut sein. Gleiches gilt für Schnittplätze, Vorführtechnik und eigentlich alle Stufen der technischen Filmherstellung und -verbreitung. Es wird für jeden erreichbar, ein in technischer Hinsicht professionellen Ansprüchen gerecht werdendes Ergebnis abzuliefern – und gleichzeitig entsteht durch diese Situation auch viel mehr Konkurrenz. Umso wichtiger ist daher nun die Beherrschung des Metiers: nicht mehr der Geldbeutel trennt die Spreu vom Weizen, sondern die Sachkunde.

Dieser Wochenend-Workshop bringt kreativen Talenten die Beherrschung der kaufmännischen, finanziellen, organisatorischen und administrativen Belange einer Filmproduktion nahe. Er richtet sich an alle Filmemacher_innen und jene, die es werden wollen, die ohne oder fast ohne Zugang zu den klassischen Finanzierungsinstrumenten wie TV-Koproduktion, Filmförderung und Vorabverkäufen ein Filmprojekt realisieren wollen – sei es zu Ausbildungszwecken, als Hobby, als Visitenkarte, um Erfahrungen zu sammeln oder auch, um aus der herrschenden Ökonomie auszubrechen und als Produzent an der Vermarktung der eigenen Produktion zu verdienen.

Im Laufe des Wochenendes werden dabei je nach Vorwissen und Interesse der Teilnehmer_innen alle Stadien der Herstellung und Vermarktung eines fiktionalen Filmprojekts besprochen – jeweils kurz grundlegend und ausführlich zur speziellen Problemstellung der „micro budget“-Situation. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:

  • Wie verschaffe ich mir einen Überblick, was mein Filmprojekt kosten wird?
  • Welche Ausgaben kann ich vermeiden?
  • Wie erfüllen Rückstellungen die Anforderungen des Mindestlohngesetzes?
  • Welche Finanzierungsquellen kommen für welchen Film in Frage?
  • Wie schafft man günstige Voraussetzungen für eine Bewilligung von Fördergeldern?
  • Wer kauft warum welche fertigen Filme?
  • Was sind Exklusivität, Territorien, Laufzeiten und Medien?
  • Welche Verträge muss der Filmemacher mit den Beteiligten geschlossen haben, um den Film verwerten zu können?

Auf diese Weise wird das Seminar die Teilnehmer_innen in die Lage versetzen, eigene Projekte durchzudenken und anzugehen, auch wenn die Ausgangsvoraussetzungen schwierig scheinen mögen, und verfolgt dabei genau einen Zweck: aufzuzeigen, dass (und wie) es doch geht.

ZUM DOZENTEN

Martin Blankemeyer studierte Regie (ESAV Toulouse: Ingénieur-Maître), Medienwirtschaft (FH Wiesbaden: Diplom-Medienwirt) und Medienrecht (Uni Mainz: LL.M.), absolvierte Weiterbildungen wie das Atelier Ludwigsburg-Paris und den EAVE Producers Workshop und arbeitete u.a. als Aufnahmeleiter („Das Verlangen“ – Goldener Leopard in Locarno 2002), Herstellungsleiter („Die Frau des Polizisten“ – Spezialpreis der Jury in Venedig 2013) und Produzent („Der Rote Punkt“ – Bayerischer Filmpreis als Bester Nachwuchsproduzent 2008). Heute ist er primär als Trainer und Berater tätig, als Sachverständiger für Film- und Medienwirtschaft sowie als Vorstand der Münchner Filmwerkstatt.

TERMINE

  • Das Seminar findet am 01./02. Juli 2017 statt.

  • Zeit: 10:00 – 17:30 Uhr

  • Kosten: 240 Euro (bis zwei Wochen vor Kursbeginn 190 Euro)

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KOSTEN UND FÖRDERUNG

http://www.bildungspraemie.info

QUALITÄTSSICHERUNG

Wir als Träger sind durch die APV Zertifizierungs GmbH, einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert.

ORT

Das Filmhaus Babelsberg befindet sich in der Großbeerenstraße 189, 14482 Potsdam, im Medien Campus. Der nächstgelegene Bahnhof ist „Medienstadt Babelsberg“. Von Berlin zum Beispiel fährt hier ein Regionalexpress (Richtung Dessau) einmal stündlich. Alternativ könnt Ihr auch mit der S1 bis Griebnitzsee fahren und hier den Bus 696 bis „Medienstadt Babelsberg“ nehmen. Dem Medien Campus Babelsberg stehen keine eigenen Parkplätze zur Verfügung. Es gibt Parkplätze in der Großbeerenstraße, sowie hinter dem Haus in der Wetzlarer Straße, wo man am Wochenende in der Regel auch gut einen freien Parkplatz findet.

Noch Fragen?

Sollten Sie Interesse am Lehrgang oder Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns bitte telefonisch unter 0331 / 28 129 440 oder per E-Mail unter info@filmhausbabelsberg.de. Sie können sich auch unverbindlich für einen oder mehrere der Lehrgänge über unser Kontaktformular anmelden. Schicken Sie es uns einfach ausgefüllt zu.

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