DOK.lab

berufsbegeltende Weiterbildung
sechs Monate
Termin
30. Juli 2016
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DOK.lab

DOK.lab

Das DOK.lab ist eine Autorenwerkstatt zur Entwicklung non-fiktionaler Stoffe. Es bietet angehenden Dokumentarfilmern und solchen mit ersten Erfahrungen Gelegenheit, ihr aktuelles Projekt unter der Anleitung von Stanisław Mucha voranzutreiben und abhängig vom Produktionsstadium auf die nächste Stufe zu heben. Start des Lehrgangs beim Erreichen der Teilnehmerzahl im Juli 2016.

Ziele des DOK.lab

Das Angebot des projektbegleitenden DOK.labs richtet sich gleichermaßen an Autoren, Journalisten, Kameraleute, Tonleute, Editoren und andere Filmschaffende sowie an Mitarbeiter von Fernsehredaktionen, Öffentlichkeitsarbeiter von Unternehmen, Vereinen und Institutionen und auch an Autodidakten. Erfahrungen im Bereich der professionellen Filmproduktion sind wünschenswert, jedoch keine Bedingung für die Teilnahme. Entscheidend ist ein ausreichendes Maß an Entschlossenheit und Leidenschaft, um auch die schwierigen Phasen des Filmprojektes erfolgreich zu meistern. Die Zusammensetzung der Gruppe gewährleistet, dass Projekte in unterschiedlichen Stadien zur Weiterentwicklung vorliegen und der intensive Austausch untereinander ein hohes Maß an gegenseitiger Inspiration ermöglicht. So entwickeln die Teilnehmer nicht nur ihr eigenes Projekt weiter, sondern profitieren gleichzeitig vom Fortschritt der anderen und erweitern ihren Erfahrungshorizont über ihr eigenes dokumentarisches Projekt hinaus. Interessenten, die den Status ihres Projektes in einem der folgenden vier Beispiele wiedererkennen, sind zur Bewerbung eingeladen:
 
  • Die Projektskizze (1 Seite) liegt vor: Ziel ist die recherchebasierte Entwicklung des Stoffes und die Erstellung eines ausführlichen Treatments (ca. 30 Seiten) zur Projektpräsentation, ggf. auch die Herstellung eines Video-Teasers zum Projekt.
  • Das Treatment liegt vor: Ziel ist die Erstellung einer Kalkulation und eines Realisierungsplans, ggfs. auch eines Finanzierungsplans.
  • Das Rohmaterial liegt vor: Ziel ist die Entwicklung eines Herstellungsplans für die Postproduktion, eines Konzeptes für die Montage und die Erstellung des Rohschnitts, ggfs. auch der Endfassung.
  • Der Rohschnitt liegt vor: Ziel ist die Herstellung der Endfassung des Films sowie die Entwicklung möglicher Vermarktungsstrategien.

 

Inhalte

Die Zahl der Fragen, die sich dem Filmemacher im Laufe eines Projektes stellen, ist nahezu unendlich:
  • Wie schreibe ich ein Exposé?
  • Wie gehe ich bei der Recherche vor?
  • Wie finde ich die richtigen Protagonisten?
  • Wie entwickle ich den Stoff und das Treatment?
  • Was ist die dramaturgische Leitlinie der Geschichte?
  • Welche filmische Form ist die richtige für mein Thema?
  • Eignet sich der Stoff für einen kurzen, mittellangen oder langen Film?
  • Gibt es eine Fernsehredaktion, für die das Projekt interessant ist?
  • Hat mein Film Kinopotential?
  • Wo könnte ich finanzielle Mittel für die Finanzierung finden?
  • Wie präsentiere ich mein Projekt vor potentiellen Geldgebern oder Filmförderungen?
  • Wie erstelle ich eine Kalkulation und einen Finanzierungsplan?
  • Wie finde ich die dramaturgische Struktur in meinen 100 Stunden Rohmaterial wieder?
  • Welche Auswertungsmöglichkeiten gibt es für meinen Film?

Antworten auf diese und viele andere Fragen erhalten die Teilnehmer im Rahmen des DOK.lab. Hier treffen die teilnehmenden Dokumentarfilmemacher mit ihren Projekten an sechs Wochenenden aufeinander, um sich über alle diese Themen und die entsprechenden Arbeitsprozesse mit Gleichgesinnten auszutauschen und unter professioneller Anleitung gemeinsam Lösungen zu finden, die unmittelbar der Weiterentwicklung des eigenen Filmprojekts dienen. So schafft das DOK.lab z.B. die Gelegenheit, eine schon lange gehegte Idee für einen Dokumentarfilm oder ein bereits in Arbeit befindliches Projekt voranzutreiben.
 

Ablauf und Abschluss

Die Projekte werden über einen Zeitraum von ca. zehn Monaten an sechs Wochenenden in der Gruppe präsentiert und anschließend unter professioneller Anleitung ausführlich besprochen. Dabei erarbeiten die Teilnehmer im geschützten Raum des DOK.lab individuell die passende Vorgehensweise, wie ihr Film den eigenen Vorstellungen entsprechend realisiert werden kann.
Die Abstände zwischen den Wochenenden von jeweils ca. zwei Monaten dienen dazu, den Teilnehmern die Umsetzung der anvisierten Ziele bis zum nächsten Termin zu ermöglichen. Je mehr Zeit und Energie die Teilnehmer auf ihr Projekt verwenden können, desto weiter werden sie es in diesem Zeitraum entwickeln.
Bei Abschluss erhalten die DOK.lab-Absolventen von uns ein Zertifikat. Dessen Übergabe erfolgt im Rahmen einer Abschlusspräsentation, bei der die Teilnehmer ihre Projekte der interessierten Öffentlichkeit vorstellen.
 

Termine 2016

  • 30./31. Juli 2016
  • 17./18. September 2016
  • 26./27. November 2016
  • 7./8. Januar 2017
  • 11./12. Februar
  • 8./9. April

Qualitätssicherung

Sowohl das DOK.lab als auch wir als Maßnahmenträger sind durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert.
 

Kosten und Förderung

Der Teilnehmerbeitrag für das DOK.lab beläuft sich auf 2.200 Euro, zahlbar in zehn Monatsraten. Bei Zahlung des vollen Betrags vor Kursbeginn wird Rabatt gewährt. Umsatzsteuer fällt nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG nicht an. In dem Betrag enthalten ist die Akkreditierung zu einer öffentlichen Branchenveranstaltung wie z.B. einem Dokumentarfilmfestival.
Weiterbildung in Deutschland wird vielfältig gefördert – auf www.filmseminare.de/finanzierung findet sich eine laufend aktualisierte Übersicht aller uns bekannten Förderprogramme. Für diese Autorenwerkstatt sind besonders die Gutscheine der Bildungsprämie und die aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierten Bildungsschecks der Bundesländer interessant. Um gerade kleine und mittlere Produktionsfirmen bei der betrieblichen Weiterbildung ihrer festen und freien Mitarbeiter zu unterstützen, gewähren wir den Mitgliedsfirmen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. einen Rabatt von über 15 Prozent. Die auf die Produktionsfirma entfallenden Kosten für diese Autorenwerkstatt belaufen sich daher nur auf 1.860 Euro je Teilnehmer.
 

Bewerbung

Die Aufnahme mit eigenem Projekt erfolgt nach einer schriftlichen Bewerbung (spätestens ein Monat vor Startdatum) und evtl. einem persönlichen Auswahlgespräch. In der Bewerbungsmappe sollten folgende Dokumente enthalten sein:
  • Kurzbiografie
  • Filmografie (falls vorhanden)
  • Beschreibung des dokumentarischen Filmvorhabens (zwei Seiten)
  • Kurze Beschreibung der Vorkenntnisse im Filmbereich (falls vorhanden)
  • Motivation zur Teilnahme (max. eine halbe Seite)

Noch Fragen?

Sollten Sie Interesse am Lehrgang oder Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns bitte telefonisch unter 0331 / 28 129 440 oder per E-Mail unter info@filmhausbabelsberg.de oder über das folgende Formular.

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PS: Die Autorenwerkstatt gibt es übrigens auch in Köln und München.

DOZENT

Stanisław Mucha wurde im polnischen Nowy Targ geboren und studiert die Schauspielkust von 1989 bis 1992 an der staatlichen Theaterhochschule „Ludwik Solski“ in Krakau. Im Anschluss  arbeitete er als  Schauspieler und Regieassistent unter anderen am staatlichen alten Theater „Helena Modrzejewska“ in Krakau. 2000 schließt er ein Studium der Film- und Fernsehregie an der HFF „Konrad Wolf“ in Babelsberg ab. Sein Diplomfilm „Mit „Bubi“ heim ins Reich“ (2000) wird im Panorama der 50. Berlinale uraufgeführt. Für die dokumentarische Komödie „Absolut Warhola“ (2001) erhält er zahlreiche Preise unter anderen den Grimme Preis. Es folgen weitere erfolgreiche Filme wie  „Reality Shock“ (2005), „Zigeuner“ (2007). Danach wendet er sich dem finktionalen Genre zu. Das poetische Drama „Hope“ feiert beim Moskau Filmfestival 2007 seine Weltpremiere. „Die Wahrheit über Dracula“ (2010), „Die Pfandleiher“ (2011), die Dokumentar-Reihe „Fremde Kinder“ (TV), „Happy End“ (2012) und „Trista“ (2014) setzen seine Erfolge als Dokumentarfilmer fort.