Produktionsleiter_in

Vollzeit-Weiterbildung

Produktionsleiter_in (IHK)

Weiterbildung in Vollzeit | IHK
560 Unterrichtsstunden
Termin
4. Dezember 2017 - 19. März 2018
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Produktionsleiter_in (IHK)

Produktionsleiter_in (IHK)

Gemeinsam mit Expert_innen der Branche haben wir eine Qualifizierungsmaßnahme entwickelt, die gezielt und praxisorientiert Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Tätigkeit als Produktionsleiter_in vermittelt. Dieser Lehrgang dient auch als Vorbereitungskurs zur Fortbildungsprüfung zum_zur Produktionsleiter_in vor der Industrie- und Handelskammer (IHK), durch deren erfolgreichen Abschluss die Teilnehmer_innen eine anerkannte Berufsausbildung auf dem Niveau eines Industrie- oder Handwerksmeisters erlangen.

Berufsbild

Die Tätigkeit des Produktionsleiters_der Produktionsleiterin erstreckt sich auf sämtliche audiovisuellen Produktionsvorhaben in den Bereichen Kinofilm, Fernsehen, Industrie- und Werbefilm sowie Dokumentar- und Lehrfilm. Der_die Produktionsleiter_in führt ein Produktionsvorhaben in wirtschaftlicher und organisatorischer Verantwortung durch. Zuständig für Arbeitsplanung und Produktionsdurchführung trifft er alle Entscheidungen im Hinblick auf ein optimales Endprodukt, jedoch unter Einhaltung ökonomischer, ökologischer und juristischer Grenzen.
Aber auch Grenzen des Anstandes und der guten Sitten wird er erkennen und sein Vorgehen danach ausrichten. Sein künstlerisch-kaufmännisches Doppelverständnis hilft ihm, Drehbuchinhalt und Regievorstellung dem Vorhaben gerecht zu bewerten und dem Budget zuzuordnen.
Technische Abläufe und Zusammenhänge weiß er in Dauer und Kostenaufwand sachlich richtig einzuschätzen. Mit administrativem Können, kaufmännischem Weitblick und der nötigen Erfahrung bringt er künstlerischen Anspruch und finanzielles Kalkül in Einklang. Mit psychologischem Einfühlungsvermögen versucht er auseinanderdriftende und gegensätzliche Interessen zu bündeln. Kompromissfähig wird er sich immer dann zeigen, wenn es die Interessenlage des Vorhabens erfordert. Seine Kontrollfunktionen übt er mit Detailwissen und dem notwendigen Durchsetzungsvermögen aus. Die ihm anvertrauten Finanzmittel verwaltet er nach kaufmännischen Regeln sparsam und korrekt, jedoch flexibel und mit der nötigen Risikobereitschaft, das künstlerische Ergebnis nicht aus dem Blickfeld verlierend. Die Gesamtorganisation richtet er strikt auf Effektivität aus, immer in Bereitschaft, mit Unvorhersehbarem konfrontiert zu werden. Seine Entscheidungen, oftmals unter enormem Zeitdruck zu treffen, sind irreversibel, bedürfen daher großer Erfahrung und sicheren Einschätzungsvermögens.
Qualifikation und Kompetenz des Produktionsleiters_der Produktionsleiterin erweisen sich letztlich bei der Planung, Steuerung und Durchführung eines Produktionsvorhabens, eines äußerst komplexen und komplizierten Unterfangens, bei dem Unwägbarkeit und Zufall kalkulierbar gemacht werden müssen.

Quelle: Bundesverband Produktion Film und Fernsehen e.V. (BVP)
 

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich gleichermaßen an freiberufliche Film- und Fernsehschaffende wie auch an feste und freie Mitarbeiter_innen von Sendern und Produktionsfirmen, die ihre Kenntnisse erweitern und sich im Bereich Produktionsleitung qualifizieren wollen – auf Wunsch auch in Verbindung mit einem anerkannten Berufsabschluss.
 

Inhalte

Der Lehrgang besteht aus theoretischem und fachpraktischem Unterricht und orientiert sich am Rahmenstoffplan der IHK sowie am einschlägigen Berufsbild des BVP. Zu den behandelten Inhalten zählen insbesondere:
 
Produktion
  • Allgemeine Produktionsgrundlagen
  • Berufsbild und Verantwortlichkeit des Produktionsleiters_der Produktionsleiterin
  • Mitarbeiter_innen – Aufgaben, Schnittstellen, Hierarchien
  • Zulieferer_innen und Dienstleister_innen
  • Geräte- und Produktionstechnik
  • Studio- und Außenübertragung
  • Postproduktion
  • Dramaturgie
  • Kommunikation und Verhandlungsführung

Kaufmännische und rechtliche Inhalte
  • Filmförderung und Filmfinanzierung
  • Informationstechnologie für die Produktionsleitung
  • Versicherungen
  • Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
  • Recht und Gesetz

Kalkulation und Organisation vor den Dreharbeiten
  • Theoretische Grundlagen der Kostenkalkulation
  • Kalkulation der Herstellungskosten
  • Gagen, Honorare und Lohnnebenkosten
  • Terminplanung und Koordination in der Vorbereitung
  • Dreharbeiten im Ausland
  • Produktionsleitung in unterschiedlichen Produktionsbereichen

Kontrolle und Organisation während der und nach den Dreharbeiten
  • Kontrolle von Produktionsabläufen
  • Kontrolle der sachgerechten Verwendung von Finanzmitteln
  • Repräsentation, PR und Pressearbeit
  • Endabwicklung

ZUR LEHRGANGSLEITUNG


Reinhold Dienes

ist seit 2011 Vorstand und Geschäftsstellenleiter des Bundesverbandes Produktion Film und Fernsehen e.V. (Berufsverband der Filmschaffenden im Bereich Produktion) sowie des Dachverbandes der Filmschaffenden-Berufsverbände. Er ist Dozent und Kursleiter am Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe (iSFF) in Berlin, an der DAA Medien (Berlin – bis 2012) und an der Fernsehakademie Mitteldeutschland (FAM). Seit 1979 ist er Aufnahmeleiter und seit 1982 freier Produktionsleiter für Fernsehserien, Fernsehspiele, Dokumentarfilme, Kinofilme und Werbung.


DOZENT_INNEN


Reinhold Dienes

– Arbeitssicherheit (Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement, Gefährdungsbeurteilungen, Prävention, Arbeitsabläufe), Planungs- und Kalkulationssoftware

Bernhard Speck

– Förderabrechnung, Nachkalkulation & Controlling

Michael Stricker

– Versicherungsfälle, Grundlagen der Kostenkalkulation

Alexandra Hölzer

– Chain of Rights , Urheberrecht, Panoramafreiheit im Ausland, Kinderarbeitszeiten

Sabine Brose

– Montage

Norbert Maass

– Dramturgie

Cornelia Weiß

– Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Alex Berger

– Gerätetechnik

Günther Neuhaus

– Technik Verleih (Kamera Ludwig)

Christoph Rinnert

– Filmmusik

René Lay

– Stunts

Dr. Anette Violet

– Konfliktmanagment, Kommunikation

Bernd Bußmann

– Studio- und Außenübertragungen

Gerhard von Halem

– Filmfinanzierung, Auslandsdreh, Verwertung

Birgit Gudjondottir

– Kameraarbeit

Olaf Skrzipczyk

– VFX, Postproduktion



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Ablauf und Abschluss

Die Vollzeit Weiterbildung „Produktionsleiter_in (IHK)“ umfasst 560 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Diese werden an 70 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von 3,5 Monaten abgehalten. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer_innen ein Zertifikat des Veranstalters.
Die Qualifizierungsmaßnahme endet rechtzeitig vor einer IHK-Fortbildungsprüfung für Produktionsleiter_innen, die die Teilnehmer_innen auf eigenen Wunsch ablegen können. Derzeit bieten die Kammern in Köln und Berlin diese Prüfung an. Prüfungsgebühren sowie anfallende Reise- und Übernachtungsausgaben sind nicht im Teilnahmebeitrag enthalten. Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen, Kosten und Formalitäten erteilt die jeweilige Industrie- und Handelskammer u.a. auf ihrer Website.
 

Anmeldung

Interessenten kontaktieren bitte den örtlichen Veranstalter (Kontaktdaten) für ein persönliches Beratungsgespräch zum Weiterbildungswunsch und -zeitpunkt, aufgrund dessen ein Schulungsvertrag abgeschlossen wird. Teilnehmer_innen, die die Prüfung vor der IHK anstreben, sollten ihre Zulassung bereits vor Vertragsunterzeichnung mit dem Weiterbildungsträger beantragen.

Qualitätssicherung

Sowohl die Weiterbildungsmaßnahme „Produktionsleiter_in (IHK)“ als auch wir als Maßnahmenträger sind durch die APV Zertifizierungs GmbH, einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert.
 

Kosten und Förderung

Der Teilnahmebeitrag für den Weiterbildungslehrgang „Produktionsleiter_in (IHK)“ beläuft sich auf 5.152 Euro, zahlbar in drei Monatsraten. Bei Zahlung des vollen Betrags vor Kursbeginn wird Rabatt gewährt. Umsatzsteuer fällt nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG nicht an. In dem Betrag enthalten sind alle Lehr- und Unterrichtsmaterialien (exklusive Software) sowie die Nutzung eines eigenen Arbeitsplatzes an den Kurstagen. Weiterbildung in Deutschland wird vielfältig gefördert – auf www.filmseminare.de/finanzierung findet sich eine laufend aktualisierte Übersicht aller uns bekannten Förderprogramme. Besonders interessant sind für diesen Lehrgang die Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit als auch Förderungen aus dem ESF (Bildungsscheck). Um gerade kleine und mittlere Produktionsfirmen bei der betrieblichen Weiterbildung ihrer festen und freien Mitarbeiter_innen zu unterstützen, gewähren wir den Mitgliedsfirmen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. einen Rabatt von 15 Prozent. Die auf die Produktionsfirma entfallenen Kosten für diese Qualifizierungsmaßnahme belaufen sich daher nur auf 4.480 Euro je Teilnehmer_in.
 

Noch Fragen?

Sollten Sie Interesse am Lehrgang oder Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns bitte telefonisch unter 0331 / 28 129 440 oder per E-Mail unter info@filmhausbabelsberg.de. Sie können sich auch unverbindlich für einen oder mehrere der Lehrgänge über unser Kontaktformular anmelden. Schicken Sie es uns einfach ausgefüllt zu.

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